
Mit den zu Anpfiff auf Platz 2 und Platz 5 positionierten Dahenfeldern und Erlenbachern versprach die Partie am vergangenen Sonntag ein umkämpftes Spiel zu werden. Aber initial kommt eigentlich nur der SC zu Chancen. Nach rund 10 Minuten wird erstmals David Sieger in Szene gesetzt. Zieht vor einem Erlenbacher Verteidiger noch einmal nach innen und setzt die Kugel dann an den Pfosten. Erlenbach kann danach durch kompakte, gut stehende Defensive und stabiles Mittelfeld Pressing einen Rückstand in der ersten Halbzeit verhindern. Auch weil Erlenbach den umtriebigen David zwar nicht unter Kontrolle, David selbst den Ball aber auch nicht ins Tor bekommt. Sowohl Didi als auch Messer bedienen den Dahenfelder Bambi. Marcels Hereingabe kann allerdings ein Verteidiger klären und der Schlenzer nach Didis Steckpass verfehlt den Winkel relativ knapp. Kurz darauf kann auch noch der Keeper im 1 gg. 1 mit David Sieger bleiben und es wirkt ein wenig als hätte der Junge heute einfach kein Glück. Besonders bitter, weil mehr oder weniger im Gegenzug und mit dem Halbzeitpfiff Erlenbach den ersten richtig zu Ende gespielten Angriff des Spiels fährt und sich nach einer Flanke mit einem Kopfballtor belohnt. Lauter als Erlenbach jubeln dabei die Schlachtenbummler aus Eberstadt, die den weiten Weg in den quasi Nachbarort bei leichtem Regenwetter auf sich genommen haben.
Nachdem sich der SC eigentlich wenig hat zu Schulden kommen lassen muss man nun im zweiten Durchgang einem Rückstand hinterherlaufen, und Erlenbach kommt viel besser aus der Halbzeitpause. Sofort nach dem Wiederanpfiff landet eine Flanke an der Dahenfelder Latte und markiert den zweiten Alutreffer des Spiels. Die Männer in Rot brauchen die vermutlich bitterste Unterbrechung im Spiel um sich nach verschlafener Anfangsphase wieder zu sortieren. Max geht, nach überragendem Einsatz als Zielspieler in der Spitze, ohne Gegnereinwirkung zu Boden und muss das Feld verlassen. Wir wünschen gute Besserung. Für ihn kommt Gipser ins Spiel, wodurch Didi in eine offensivere Rolle rutscht. Der SC hat sich jetzt gesammelt, kommt mit mehr Druck aus der Unterbrechung und will den Ausgleich und den Sieg unbedingt. In der Folge scheitert Didi mit einem Fernschuss, Gianni mit einem optimistischen Fallrückzieher vom Sechzehnereck und Obi mit einem Volley nach Ecke am Keeper des Heimteams. Im Rückwärtsgang glänzen Gipser und Hötzer mit erstklassigen Grätschen und können so die Konter von Erlenbach unterbinden. 20 Minuten vor Schluss gelingt es aber dann doch David den Ausgleich zu markieren. Nach einem abgefälschten Schuss von Dittmann lupft David die Kugel ins lange Eck um 1:1. Danach folgen erstmal eine Menge gelbe Karten in Summe 7 gibt es im ganzen Spiel, wobei Erlenbach mit 5 davon den Löwenanteil einstreicht. Außerdem kommt Ihsan für Nick, der lange das Zentrum von seiner 6er Position beackert hat. Danach geht die Jagd nach dem Siegtreffer weiter. Ein Eckball fliegt nach Unordnung im Strafraum der Gastgeber am Pfosten vorbei, Messer köpft über die Latte, Dittmann überlupft alle trifft aber erneut nur den Pfosten und Ihsan drischt eine Flankenabnahme am Gehäuse vorbei. Kurz darauf ein Lebenszeichen von Erlenbach. Ein schneller Gegenstoß erwischt Nils auf dem falschen Fuß, trifft aber ebenfalls nur die Latte. Erneut die unmittelbare Reaktion der Gäste, Mari gibt scharf von links herein und David trifft nur den Pfosten am kurzen Eck. Es wirkt als soll es einfach heute nicht sein. Wenn man aber einen Man of the Match bei einer Mannschaftsleistung küren will, wäre es aber vermutlich trotzdem David. Noch einmal steht er im Abseits und noch einmal wird er halbrechts gefoult. In der letzten Minute der regulären Spielzeit tritt also Obi noch einmal zum Freistoß an. Von halbrechts kurz vor dem Strafraum zieht der Allrounder die Pille aufs lange Eck und lässt den mitgereisten Anhang aufjubeln als die Kugel im Kreuzeck einschlägt. Erlenbach wirft noch einmal alles nach vorne. Der eingewechselte Polat sowie die Defensive um Mari, Nils, Luca, Hötzer und Gianni der einfach überall auftaucht lassen aber nicht mehr viel anbrennen. Der SC holt sich also vor den Augen der Verfolger die Tabellenspitze zurück und kann gegen Sülzbach II etwas entspannter aufspielen.