
Als klarer Underdog erwischt die Dahenfelder Zweitvertretung einen super Start. Nach 2 bis 3 guten Vorstößen kann das Gästeteam in der 9. Minute früh in Führung gehen. Dank einer super Balleroberung im Mittelfeld durch Tobi Büttner gibt dieser die Kugel zu Nick Günther auf den rechten Flügel. Der marschiert die Linie runter und lässt dabei zwei Herbolzheimer hinter sich. David nimmt Nicks Hereingabe dankend an und setzt sich gegen 2 weitere Verteidiger durch. Das seine Hereingabe dann zu einem Abschluss abgefälscht wird, nehmen wir dankend an. Ebenso wie das 0:1. Wie eigentlich schon von Beginn an erwartet, sieht sich Dahenfeld danach viel in der Defensive. Wobei sich die mitgereisten Fans durchaus auch einiger weiterer Offensivaktionen erfreuen dürfen. In der Entstehung baugleich zum 0:1 vereiteln die Gastgeber dieses Mal einen Abschluss von David und fangen einen wunderschön eingeleiteten Angriff von Ismet im letzten Moment ab. Ab Minute 30 rückt dann mehrmals Simon in den Fokus. Einmal klärt die Katze aus dem Schloss im Strafraum und ein weiteres Mal fischt er einen strammen Distanzschuss gerade so von der Linie. Riesenglück haben die Tüchtigen aus Dahenfeld auch bei einer der seltsamsten Flipperaktionen der Kreisliga. Handgestoppte 2 Minuten versuchen es die Herbolzheimer im 16er aus so ziemlich allen aussichtsreichen und aussichtslosen Lagen. Immer sind aber Lhotak oder ein Verteidiger die Endstation. Die letzten 15 Minuten wird es dann ruppig, beide Seiten müssen sich mehrmals mit Fouls behelfen. Wobei Dahenfeld bei 2 taktischen und einmal Meckern 3 Gelbe sieht, während die Gastgeber mit nur einer gelben Karte besser davonkommen. So gehen Nick, Büttner und Tim Schiemer vorbelastet in die Pause.
Nach der Pause erwarten alle einen Sturmlauf vom Tabellenführer, sehen aber stattdessen das 0:2. Einen gut getretenen Eckball faustet der Gästekeeper ans Eck des Strafraums, da fasst sich Büttner ein Herz und zieht mit links ab. Den erneuten Block setzt Enrico Schwager dann mit einem seitlichen Volley zur 2 Tore Führung ins Netz. Gegentore der Gastgeber damit verdreifacht. Eigene Anzahl an geschossenen Toren verdoppelt. Danach verlieren die Dahenfelder etwas die Struktur und den Zugriff im Mittelfeld. Lothak, Danny, Hans sowie die beiden AVs Davide und Simon Lips bleiben aber wach. Kapitän Danny verdient sich den anstehenden Urlaub mit einem Block auf der Linie, Simon Lips channelt zwischenzeitlich seinen inneren Philipp Lahm und ergrätscht sich die Kugel in höchster Not so, dass er damit sogar zum stehen kommt. 70 Minuten lang halten die Männer von Coach Bardl die 0 bis zum Elfmeterpfiff. Ein Abschluss aus relativ kurzer Distanz springt Danny vom Oberschenkel an den Arm. Ärgerlich aber wohl vertretbar. Mann des Tages Lhotak hat den Strafstoß sogar, ist beim Nachschuss aber machtlos. Danach drücken die Gastgeber mit dem Anschluss im Rücken auf den Ausgleich. Simon Lips sieht ebenfalls gelb und Dahenfeld wechselt. Andre kommt für David Sieger dem nach einem super Spiel langsam die Luft ausgeht. Zuvor kam auch schon Juli für einen starken Büttner, der sich vor allem durch Übersicht und Uneigennutz beweisen konnte. Trotzdem fällt der Ausgleich. Eine lange Bogenlampe in der 80. Minute kann von keinem Verteidiger erreicht werden, der Stürmer von Herbolzheim nimmt die Kugel super runter und netzt zum 2:2. Sicherlich bitter aber in Summe wohl nicht unverdient. Danach spielt, wie auch die 10 Minuten zuvor, eigentlich nur noch Herbolzheim. Dahenfeld kann kaum für Entlastung sorgen. Offensiv bleibt der sonst tadellose Davide hängen, wobei dessen Hauptaufgabe heute auch klar in der Defensive lag, und da lässt sich der Außenverteidiger auch nichts zu Schulden kommen. In der Verteidigung muss Didi nach einem Kurzeinsatz verletzt wieder das Feld verlassen. Allein die weiteren gelben Karten für David und Juli zeigen, worauf Dahenfeld am Ende den Fokus legen muss. Speziell Juli kommt in einer undankbaren Situation für Stürmer. Offensiv am Ende oft auf sich allein gestellt, hilft der Stürmer defensiv wo er kann, und verdient sich seine Gelbe mit einem wichtigen taktischen Foul. Ähnlich geht es auch Offensivmann Fabi Leber, dessen Einsatzzeit der Abwehrschlacht der Dahenfelder etwas zum Opfer fällt. Den Schlussakkord in einem aufopferungsvollen Spiel setzt Ismet, der sich im Zentrum mal wieder in einem Zweikampf behauptet, um das Ergebnis über die Zeit zu retten.
Nach 94 Minuten folgt die Erlösung für Dahenfeld durch den Schlusspfiff. Mit einem Punkt verabschiedet man sich aus Herbolzheim, wenn man auch lange führt, trotzdem ein Ergebnis was vor dem Spiel vmtl. jeder unterschrieben hätte.