SC Dahenfeld 1946 e.V.
Der Dorfclub

SC Dahenfeld stellt die Weichen für die Zukunft

Zu Beginn des Jahres 2010 gab es in vielerlei Sicht Fortschritte in den laufenden Bauprojekte des Sportclubs. Die Unzufriedenheit über die Situation der Sportplätze erhöhte weiterhin den Druck auf die Stadt Neckarsulm, die schlussendlich nachgab und das Hauptfeld von Juni bis September sanieren ließ. Die Aschebahn wurde entfernt, das Spielfeld in Richtung der Tribüne verschoben und die Zuschauer bekamen eine Unterstellmöglichkeit. Es handelt sich dabei um die an der Ballei-Bushaltestelle bei deren Umgestaltung abgebauten Wartehäuschen. Das Einweihungsspiel fand am 19.09.2010 gegen den MSG Obergriesheim mit Wurst und Freibier von der Stadt Neckarsulm statt. Das erste Tor auf dem neuen Platz erzielte Lukas Baum nach einem Foulelfmeter. Zeitgleich wurden die neuen Kabinen fertiggestellt, die ursprünglich Teil einer Fantasie bzw. Träumereien der Verantwortlichen waren. Im Zuge der Planungen für eine sinnvolle Umgestaltung des Vereinsheims, dachte man an ein großes Sport- und Bewegungszentrum in Dahenfeld mit Jugendraum, Kegelbahn, neuer Terrasse und vielem mehr. Schnell musste jedoch bei einer Klausurtagung vom Gesamtvorstand und Hauptausschuss festgestellt werden, dass die finanziellen Mittel fehlten und der Nutzen in keiner Relation zum Investitionsvolumen lag. Somit wurde im ersten Bauabschnitt die Sanierung der Kabinen in Angriff genommen. Die alten Holzbänke wurden durch neue, moderne Sitzgelegenheiten ausgetauscht. Ebenso wurde der gesamte Nassbereich inklusive der Armaturen und Zuleitungen erneuert. Die bundesligareifen Kabinen wirkten sich auch auf den sportlichen Erfolg der Jugend aus, beispielsweise konnten die B-Junioren nach einer exzellenten Spielzeit in die Leistungsklasse aufsteigen. Gegen Ende des Jahres gab es bei der traditionellen Winterfeier eine kleine Änderung. Die bisher am Sonntag angesetzte Jugendwinterfeier wurde auf den darauffolgenden Dienstag gelegt, damit dort die Kinder mit einem offenen Training sich austoben können. Im Anschluss besuchte der Nikolaus die Feier und verteilte jedem Kind ein kleines Geschenk.

Bundesligareife Umkleidekabinen, die in mühevoller Eigenleistung renoviert wurden. Das Bild entstand vor dem Heimspiel am 20. Oktober 2019 gegen den FC Möckmühl und sollte für zusätzliche Motivation sorgen. Gebracht hat es nichts, das Spiel ging mit 5:1 verloren.

Im Jahr 2011 konnten die Jugendfußballer des SC Dahenfeld ihre Erfolge weiter fortsetzen. Die C-Junioren setzten sich am Ende erfolgreich durch und konnten Meister in ihrer Staffel werden. Nach einer ungeschlagenen Vorrunde durfte die B-Jugend die Rückrunde in der Leistungsstaffel antreten. Mit einem fabelhaften zweiten Tabellenplatz qualifizierte sich erstmalig eine Dahenfelder Jugendmannschaft für die Bezirksstaffel. Zu einer Geschichte, die nur in der Kreisliga geschrieben werden kann, kam es zu Beginn des Jahres 2011. Oliver Lindner ließ seine Mannen an einem Sonntagnachmittag nicht im Stich, obwohl seine Frau schwanger war und die ersten Wehen spürte. Nach Erlaubnis der Gattin durfte er eine Halbzeit auf Torjagd gehen, ehe die beiden sich ins Krankenhaus begaben. Den 1:0 Führungstreffer durfte er noch bejubeln, in der Halbzeitpause ging es für ihn dann unter die Dusche und ab ins Krankenhaus. Wenige Stunden später wurde der kleine Levin geboren.

Ähnlich kurios ging es ein Jahr später zu: der SV Olnhausen fand bei Renovierungsarbeiten im vereinseigenen Sportheim verloren gegangene Spielerpässe der Dahenfelder aktiven Mannschaft. Im Auswärtsspiel in der Saison 1994/1995 wurde ein Akteur der Olnhausener Mannschaft mit der Roten Karte vom Platz geschickt und es ging hektisch zu. Der des Feldes verwiesene Spieler war kaum zu beruhigen. Als der Unparteiische nach dem Abpfiff in seine Kabine ging, fand er sein Hemd und seine Hose unter der laufenden Dusche wieder, zudem fehlten die Spielerpässe. Auch nach einer langen Suchaktion rund um das Sportgelände, tauchte die Mappe nicht auf. Schlussendlich mussten beim WFV Duplikate angefordert werden. Erst 18 Jahre später wurde die Mappe samt Inhalt dem Sportclub übergeben.

Am eigenen Sportgelände tat sich auch im Jahr 2012 einiges. Im Mai starteten die Bauarbeiten für den neuen Nebenplatz, der mit Kunstgrün versehen werden sollte. Rund 6.000 m³ Erde wurde für den Rückbau entfernt, damit wieder 950 m Drainageleitungen und 200 m Muldenrinne verlegt werden konnten, bevor der lang ersehnte Kunstrasen „gesät“ wurde. Im August wurde die Freigabe erteilt und die Fußballer konnten unter besten Voraussetzungen trainieren. Darüber hinaus fand auch der zweite Bauabschnitt am Sportheim im September sein Ende. Die im Mai 2011 gestartete energetische Sanierung umfasste das Dach, die Fenster und die Außenhaut. Um Kosten zu sparen, wurde wie beim einstigen Bau des Sportheims, der Großteil vor allem unter der Leitung des Ausschussmitglieds Günther Kühner in Eigenleistung gearbeitet. Für die Koordination der Arbeiten waren Arnold Heinrich und Hans-Peter Weinreich verantwortlich. Elektriker Theo Vogt übernahm mit Patrick Vogt die Kontrolle über die Elektrik im Sportheim. Das Einsatzkommando „Alte Herren“ stand unter der Leitung von Winfried Heinrich und vollbrachte eine klasse Leistung. Die gerade genannten Winfried Heinrich, Arnold Heinrich, Günther Kühner, Hans-Peter Weinreich, Theo und Patrick Vogt waren die Nachfolger der „alten Bauhasen“ und machten einen exzellenten Job.


Mit schwerem Gerät wurde im zweiten Bauabschnitt ab 2011 die energetische Sanierung vorangetrieben.

Die Maßnahmen übertrugen sich auch auf den Erfolg der Jugendmannschaften. Die C-Junioren konnten ihre Meisterschaft aus dem vergangenen Jahr erfolgreich verteidigen. In der ersten Runde in der Bezirksklasse verteidigten „Die Unabsteigbaren“ ihren Platz in der Klasse und auch die A-Junioren blieben ihrer Siegesserie treu: sie konnten in die Bezirksklasse aufsteigen. Gegen Ende des Jahres reihten sich auch die D-Junioren in die Liste ein, sie konnten eine erfolgreiche Herbstmeisterschaft feiern und rundeten das erfolgreiche Jahr ab. Kurz vor seinem 80. Geburtstag trauerte der SC Dahenfeld um seinen ersten Meistertrainer Wolfgang Heinemann. Heinemann war Ende der der fünfziger Jahre aus der ehemaligen DDR zum SV Neckarsulm gestoßen. Über verschiedene Stationen landete er am Ende in Dahenfeld und konnte mit 39 Jahren die erste Meisterschaft in der Historie des SC Dahenfeld gewinnen.

Mit zunehmendem Schiedsrichterschwund musste sich die Reservemannschaft 2013 auseinandersetzen. Als man vor wenigen Jahren zuvor noch zehn eigene Schiedsrichter stellen konnte, waren am Ende nur noch vier davon übrig. Bei vielen Vereinen war diese Tendenz ebenso spürbar, sodass bei Spielen der Reservemannschaft von nun an die Heimmannschaft einen eigenen Schiedsrichter stellen muss. Positiv hingegen war ein Heiratsantrag der besonderen Art, der erst aus der Luft ersichtlich wurde. Die riesige Botschaft und der Antrag „über den Wolken“ hat überzeugt, denn der Antrag des aktiven Fußballers wurde angenommen.

In der Turnabteilung konnte 2014 das Turnangebot erweitert werden. Andreas Keller durfte in seinem Zumba-Kurs einige Dahenfelder Mitglieder begrüßen. Zur gleichen Zeit wurden Spartenbeiträge eingeführt, mit denen die steigenden Unterhaltskosten gedeckt werden sollten. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge war aus Sicht des Vorstands und Ausschusses nicht gerechtfertigt und so einigte man sich auf Spartenbeiträge. Der Beitrag wurde lediglich auf die Fußballer angewendet, denn durch zweimaliges Training und ein Spiel hatten diese deutlich mehr Anteil an den Ausgaben als beispielsweise die Tischtennisabteilung. Um trotzdem neue Mitglieder zu erreichen, wurde ein Flyer konzipiert, der fortan im Rathaus und im Sportheim ausgelegt wird.

Die aufkommende Flüchtlingskrise im Jahr 2015 machte auch vor Dahenfeld keinen Halt. In einem eigens errichteten Bungalow im Industriegebiet fanden auch knapp 30 Flüchtlinge ein vorübergehendes Zuhause. Aus Sicht des Sportvereins wurden einige Kinder in die verschiedenen Sparten verteilt, sodass diese bestens integriert werden konnten. Zum Ende des Jahres wurde das frisch renovierte Nebenzimmer eingeweiht. Es wurde mit dem Namen „Dahenfelder Zimmer“ getauft und ist seither ein beliebter Ort für kleinere Besprechungen oder Gesellschaften. Ein gelungener Ausflug nach Wolfsburg zu einer Besichtigung der Autostadt und der Besuch des Bundesligaspiels des VfL Wolfsburg rundete ein sportlich erfolgreiches Jahr ab. Mit der C- und A-Jugend konnten erneut zwei Jugendmannschaften die Meisterschaft in ihren Staffeln feiern.

Trotz der großartigen Erfolge der Dahenfelder Jugendfußballer konnte der Abstieg der aktiven Mannschaft im Jahr 2016 in die Kreisliga B nicht abgewendet werden. Durch eine Niederlage am letzten Spieltag gegen die TG Offenau stieg man direkt ab und musste im Folgejahr eine Klasse tiefer an den Start gehen. Gleichzeitig war beim Sportclub abzusehen, dass man in naher Zukunft Schwierigkeiten bei der Besetzung aller Jugendmannschaft bekommt. Viele Mannschaften im Umkreis mussten bereits eine Spielgemeinschaft eingehen, da die Kinder fehlten, um eine eigene Mannschaft stellen zu können. Aus diesem Grund wurden im Jugendteam bereits früh Möglichkeiten diskutiert, damit trotzdem alle Altersklassen ihren beliebten Freizeitsport nachgehen konnten. Spätere Kooperationen mit dem TSV Erlenbach und vor allem der Spvgg Oedheim zeigten, dass dieser Schritt wichtig und richtig war. Einen ersten Schritt der Verjüngung in der Vorstandschaft wurde in der Generalversammlung vollbracht. Winfried Heinrich übergab sein Amt nach 28 Jahren an seinen zehn Jahre jüngeren Bruder Arnold Heinrich. Gleichzeitig ernannte Stefan Erlewein ihn zum Ehrenmitglied des Sportclub Dahenfeld. In Zeiten der Digitalisierung blieb der Verein auch nicht tatenlos. Neben einer modernen Internetseite wurde eine eigene Smartphone-App entwickelt, damit Neuigkeiten und Informationen rund um den Sportclub noch schneller abgerufen werden konnten.

Mit dem Ziel des direkten Wiederaufstiegs startete die aktive Mannschaft in die neue Saison in der Kreisliga B. Bis zum Schluss schnupperte man an den Aufstiegsplätzen, doch am letzten Spieltag musste ein hoher Sieg gegen den sicheren Aufsteiger FC Möckmühl her und gleichzeitig eine Niederlage des Konkurrenten aus Widdern/Olnhausen. Nach einem 1:1 waren die Aufstiegschancen begraben und die Mannschaft musste in der kommenden Spielzeit erneut in der Kreisliga B an den Start. Deutlich erfolgreicher war hingegen die Bewerbung beim Vereins-Ehrenamtspreis 2017 des Württembergischen Fußballverbands. Dank hervorragender Arbeit der beiden Ausschussmitglieder Maximilian Christ und Simon Pieronczyk konnte der SC Dahenfeld sich gegen über 90 Vereine durchsetzen. Als Preis wurde ein repräsentativer Wimpel, ein Scheck in Höhe von 1.000 Euro, sowie hochwertige Ausrüstung im Wert von 2.500 Euro an die beiden Vorsitzenden Stefan Erlewein, Arnold Heinrich und die beiden Ausschussmitglieder übergeben. Erfolgreiches gab es zudem von der Turnabteilung zu vermelden. Mit Andreas, Nick und Bernd Chardon reisten drei Dahenfelder Turner zum Internationalen Deutschen Turnfest nach Berlin. Bei über 80.000 Teilnehmer für verschiedene Wettkämpfe erreichte Andreas den 23. und Nick verletzungsbedingt den 129. Platz im Wahlwettkampf der 20- bis 24-jährigen. Bei den 50- bis 54-jährigen konnte sich Bernd nach einem Muskelfaserriss mit dem 99. Platz noch unter den ersten 100 platzieren. Alle drei waren mit ihren Ergebnissen zufrieden und konnten sich von ihren Verletzungen erholen.


Die Dahenfelder Delegation bei der Preisverleihung des Vereins-Ehrenamtspreis am 03. Dezember 2017 in Neckarwestheim.

Das Jahr 2018 wurde aus Sicht der aktiven Fußballer und dem Sportclub in mehrfacher Hinsicht historisch. Dank einer herausragenden Leistung stieg die erste Mannschaft ohne Niederlage in die Kreisliga A auf. Mit 24 Siegen und lediglich zwei Unentschieden war die Mannschaft unter Trainer Matthias Wöhr und Werner Seitz nicht aufzuhalten. Mit der Achtelfinalniederlage gegen die SG Bad Wimpfen durfte man als beste Kreisliga B Mannschaft im Bezirkspokal Unterland eine weitere Trophäe annehmen. Ein weiteres Highlight war der Auftritt von Timo Dittmann an der Torwand im aktuellen Sportstudio. Im Spiel gegen den VfL Obereisesheim gelang ihm ein sehenswerter Volleytreffer, den zufälligerweise Sebastian Habla als Video festhielt. Nach der gewonnenen Abstimmung durfte er sich am 28. April gegen HSV-Trainer Christian Titz messen. Mit einem 3:1 Sieg sicherte er sich einen Preis von 1.000 Euro und einen Trikotsatz für die Mannschaft. Eine große Veränderung gab es bei den Jugendmannschaften, die fortan ab der D-Jugend mit der Spvgg Oedheim unter dem Namen SGM DaHeim an den Start gehen.

Ausgehend von einem Dreckberg kam es 2019 beim SC Dahenfeld zu einer neuen Abteilung. Den Aushub bei einem Hausbau nutzen Kinder und präparierten ihre eigene Strecke. Wochenlang trafen sich die Dahenfelder Jugend mit ihren Fahrrädern, ehe Sven und Stefanie Körner sich ein Konzept überlegten und mit diesem den Vorstand und Ausschuss überzeugen konnten den Radsport in Dahenfeld zu etablieren. Neben Ausfahrten gehören Techniktraining und Schrauber-Werkstätten zum Trainingsplan. Den Auftakt feierte die neue Abteilung mit über 50 Besuchern bei der Ironman Übernachtungsparty in der Hüttberghalle. Eine Dahenfelder Selbstverständlichkeit ist es, wenn Not am Mann ist auszuhelfen. Nachdem man bereits in den Vorjahren bspw. dem Projekt „Trikots für Fußballer mit Behinderung“ der BSG Neckarsulm unterstützte, griff der Sportclub dem Zirkus Althoff nach einem Unwetter mit einer finanziellen Spende unter die Arme. Nach dem Brand des Tiefenbacher Sportheims blieb man auch nicht tatenlos und stellte eine Spendenkasse an der Winterfeier auf und verdoppelte den gesammelten Betrag. Zusätzlich wurde das Eintrittsgeld des am nächsten Tag stattfindenden Fußballspiels der aktiven Mannschaft beigelegt. Unterdessen vollbrachte man den zweiten Schritt zur Verjüngung der Vorstandschaft. Mit Maximilian Christ, Timo Dittmann und Simon Pieronczyk wurde der Vorstand um drei weitere stellvertretende Vorsitzenden erweitert und die Weichen für die Zukunft gestellt. Die letzte Altpapiersammlung des Sportclubs fand am 19. Oktober statt. Die Gefahr eines herabfallenden Kindes wurde zu groß und die Nachfrage ging stetig zurück. Prominente Gäste fanden sich kurz vor Weihnachten auf dem Dahenfelder Sportplatz wieder. Vor dem Bundesligaspiel in Hoffenheim absolvierte Borussia Dortmund ein „Geheimtraining“ in Dahenfeld. Ursprünglich war das Sportgelände in Neckarsulm hierfür vorgesehen, doch der Platz war mit Würmern befallen und kurzerhand wurde das Training nach Dahenfeld verlegt. Mittwochs wussten hiervon nur fünf Personen, durch Soziale Netzwerke fanden sich keine 48 Stunden später rund 700 Zuschauer auf dem Sportgelände ein. Rund 35 Minuten konnte unter anderem den Weltmeister von 2014 Mario Götze und Mats Hummels zugeschaut werden, ehe das Anschwitzen beendet wurde.


Vor rund 700 Personen absolvierten Mats Hummels, Mario Götze und Co. ihr kurzes Aufwärmprogramm vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim. Das Spiel gewannen übrigens die Hoffenheimer mit 2:1.

Das Jahr 2020 startete hoffnungsvoll mit einem neu aufgezogenen Fasching, bei dem die namhafte Band XTREME auftrat. Der neue Schwung endete in durchweg positivem Feedback von allen Seiten. Fast einen Monat später war davon nichts mehr zu spüren, denn durch den grassierenden Corona-Virus mussten nach und nach sämtliche Aktivitäten und Veranstaltungen abgesagt. Der Trainings- und Spielbetrieb wurde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und die Generalversammlung abgesagt. Schnell wurden einige Turnangebote über Videoplattformen durchgeführt, die alleine durchgeführt werden konnten. Erst in der Mitte des Jahres war dank einem Hygienekonzept der Trainingsbetrieb für Mannschaften wieder möglich, das Maifest und das Dahenfelder Dorffest dagegen waren durch ein Verbot von Großveranstaltungen nicht möglich. Die Fußballer spielten ihre Spielzeit nicht zu Ende, es gab keinen Absteiger und nur einen Aufsteiger, der anhand einer Quotientenregel ermittelt wurde. Die Mannschaft mit den meisten Punkten im Schnitt durfte in der kommenden Saison in der Bezirksliga antreten. Der Sportclub landete hierbei im unteren Tabellendrittel. Während der trainingsfreien Zeit wurde sich die Zeit mit verschiedenen Herausforderungen vertrieben, beispielsweise mit der Klopapier-Challenge.  Ziel war es innerhalb von 48 Stunden ein Video zu erstellen, bei dem sich alles um die Klopapierrolle, die in der Pandemie als wertvolles Hamstergut betrachtet wurde, dreht. Mit über 60 eingeschickten Videos war der SC gut vertreten. Die soziale Ader ließ die aktive Mannschaft im Juli aufblitzen: nach der Anschaffung neuer Trainingsbälle wurden die gebrauchten Bälle über einen Arbeitskollegen von Abteilungsleiter Arnold Heinrich nach Togo gespendet. Mit im Gepäck waren zusätzlich fünf neuwertige Spielbälle. Mitte August konnten die Fußballer endlich wieder in den Wettkampf gehen, denn mit einem umfangreiches Hygienekonzept war der Spielbetrieb wieder möglich. Datenerhebung aller anwesenden Personen, maximale Zuschauerzahlen oder ausreichend Hinweise zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern waren nur ein kleiner Teil des Konzepts. Nur durch Zusammenhalt und vieler Freiwilligen Helfer konnte dieser Aufwand bewerkstelligt werden. Als im November die Infektionszahlen sprunghaft in die Höhe schossen, wurden von einem Tag auf den anderen wieder sämtliche Aktivitäten eingestellt. Trotz der ungewissen Zustände liefen die Arbeiten für das anstehende 75-jährige Jubiläum mit Hochdruck.

Gebracht hat es im Januar 2021 zum Start ins Jubiläumsjahr leider nichts. Die steigenden Coronazahlen verhinderten die geplanten Veranstaltungen, wie der Ehrungsabend, die Winterwanderung oder die Skiausfahrt. Erst am 17. April konnte in Kleingruppen das Jubiläum mit dem Ehrenamtstag feierlich eingeweiht werden. An verschiedenen Stationen verrichteten einige SC-Mitglieder viel Arbeit und verschönerten an der ein oder anderen Stelle das Dorf. Hoch hinaus ging es beispielsweise für einen Holztisch, der zu einer Bank auf dem Kreuz gestellt wurde. Damit können nicht nur Dahenfelder eine Vesperpause einlegen und bequem ihre mitgebrachte Mahlzeit verspeisen. Fachgerecht montiert wurde er durch Günther Kühner, Winfried Heinrich und Wolfgang Lohmann. Im Inneren des Dorfes begaben sich Hans-Peter Weinreich, Uwe Winter und Hermann Bertsch zusammen mit einem Experten auf Stelen-Reinigung. Einige Dahenfelder Stelen waren über die Jahre hinweg mit Moos bedeckt worden, der Sportclub nahm sich hier das Ziel diese zu reinigen und auf Vordermann zu bringen. Eine weitere Gruppe um Arnold Heinrich, Marco Roth, Timo Dittmann, Timo Kühner, Fabian Fischer rund Pascal Förch baute Tage vor der Veranstaltung zwei große Insektenhotels und stellte diese in der „Kirschenboch“ und beim Sportheim auf. Liebevoll eingerichtet und mit den ein oder anderen witzigen Utensilien ausgestattet passen sich die Hotels ideal in das Bild ein. Ein großes Banner am Ortseingang gehörte auch noch zur Aufgabe der Gruppe. Versorgt wurden alle Gruppen mit frischem Kuchen, Bretzeln und Kaffee vom Versorgungsteam um Ilselore Kühner und Birgit Lohmann. Zum Abschluss fanden sich alle Gruppen auf dem heimischen Sportplatz wider, um selbst gestaltete Jubiläumsfahnen zu hissen.
Wenige Tage später musste das Maifest abgesagt werden. Um aber trotzdem die traditionelle Bratwurst genießen zu können, machten sich in der Nacht zum 1. Mai die Ausschussmitglieder auf den Weg und verteilten an alle Mitglieder des Sportclubs ein Versorgungspaket, das eine Wurst, ein Brötchen und Senf und Ketchup enthält.


Echte Highlights: die Insektenhotels, die anlässlich des Jubiläums aufgestellt wurden. Sie sind nicht nur optisch eine Augenweide, sondern sind auch noch gut für Insekten.

Nach 75 Jahren hat sich der Sportclub von einem kleinen, ums Überleben kämpfenden Verein zu einem Herzstück des Dahenfelder Gemeinschaftsleben entwickelt. Mit Geselligkeit, gesundem Sportsgeist und der vollen Unterstützung in guten und schlechten Zeiten war dies möglich. Wir freuen uns auf die kommenden Jahre und anstehenden Aufgaben. Wer sich gerne sportlich betätigen möchte oder mehr in das Gemeinschaftsleben von Dahenfeld integrieren möchte, ist in unserem Verein herzlich willkommen, denn ein Dorf wie unseres steht und fällt mit dem Engagement der Bürger in den Vereinen.