Am 25. Mai sind Europa-, Kommunal- und Ortschaftsratswahlen. Wir vom SC Dahenfeld finden, dass sich jeder an der Wahl beteiligen sollte, denn wer nicht wählt darf sich im Nachhinein nicht beschweren. Auf den folgenden Seiten gehen wir auf die Kommunalwahl ein, diese sind für unser Dorf wichtig.
Wie wird gewählt?
Jeder Bürger hat so viele Stimmen wie es Sitze im Gemeinderat gibt. In Neckarsulm sind es 26 Sitze (21 Sitze in der Kernstadt, 4 Sitze für Obereisesheim und 1 Sitz für Dahenfeld). Dadurch hat jeder stimmberechtige Bürger 26 Stimmen zur Verfügung.
Bei der Wahl bekommt jeder Wähler die Wahlvorschläge aller Parteien und Wählervereinigungen vorgelegt. Davon sucht sich der Wähler eine Liste aus und verteilt darauf seine Stimmen. Hierbei kann man pro Kandidat bis zu drei Stimmen vergeben. Wichtig ist dabei zu beachten nicht mehr als 26 Stimmen zu vergeben. Weiteres Kriterium: pro Stadtgebiet darf man maximal nur so viele Kandidaten wählen, wie das entsprechende Gebiet hat, das heißt: Für die Kernstadt darf man nur 21 verschiedene Kandidaten wählen, für Obereisesheim maximal 4 Kandidaten und für unser Dorf Dahenfeld nur einen Kandidaten. Dies bedeutet: Es ist nicht möglich zwei verschiedene Kandidaten aus Dahenfeld zu wählen, sondern nur einen. Diesem kann man dann ein, zwei oder drei Stimmen geben.
Interview mit Stefan Erlewein, Erstkandidat der SPD
Im Zuge der anstehenden Wahlen haben wir uns auf den Weg gemacht zu unserem 1. Vorsitzenden, der sich auch in diesem Jahr wieder zur Wahl stellt. Wie er seine Chancen sieht und warum so viele falsch ausgefüllten Stimmzettel zu Stande kommen lest Ihr in den folgenden Zeilen:
Frage: Man spricht bei der Kommunalwahl von einer unechten Teilortswahl, wie ist das für einen Laien bzw. auch für unsere Jugend- und Erstwähler zu verstehen?
Stefan Erlewein: Die unechten Teilortswahlen wurden, wie der Name schon sagt, für kleinere Teilorte gemacht. Damit haben Teilorte eine Chance einen Vertreter in das Gremium zu bekommen. Dadurch hat Dahenfeld die Möglichkeit aufgrund der Einwohnerzahl einen Kandidaten bzw. einen Gemeinderatsplatz zu bekommen. Dieser eine Platz ist garantiert, begrenzt allerdings auch die Möglichkeit zwei oder mehr Plätze zu bekommen.
Frage: Es gibt immer wieder viele falsch ausgefüllte Stimmzettel, worauf ist dies zurückzuführen?
Stefan Erlewein: Gerade in Dahenfeld ist es wichtig zu wissen, dass der Wähler obwohl sechs Kandidaten zur Auswahl stehen (zwei von der SPD, zwei von der CDU und je einer der Freien Wähler und den Grünen) nur einer Person seine Stimmen geben kann. Das bedeutet folgendes: wenn jemand beispielsweise mir eine Stimme gibt und zusätzlich einem weiteren Kandidaten, dann ist der Stimmzettel schon ungültig.
Frage: Wie siehst du deine Chancen bei der diesjährigen Wahl, nachdem du dich bereits zum vierten Mal zur Wahl stellst.
Stefan Erlewein: Nun, die Vergangenheit hat gezeigt, dass seit den Wahlen im Jahr 1999 der Platz zwischen dem Erstkandidaten der CDU und dem Erstkandidaten der SPD ausgefochten wird. Die beiden weiteren Kandidaten der anderen Parteien waren in der Vergangenheit weit abgeschlagen. Insofern denke ich, dass es auch in diesem Jahr wieder eine Entscheidung zwischen Bernhard Zartmann und mir sein wird. Ich selbst war in der letzten Wahlperiode 191 Stimmen vom Sitz im Gemeinderat entfernt. Würde man diese Stimmen durch Drei teilen, wären ca. 64 Personen nötig gewesen welche mit jeweils drei Stimmen mir den Sieg ermöglicht hätten.
Dieses enge Ergebnis zeigt mit, dass hier alle Bürger gefragt und aufgefordert sind bei dieser Wahl teilzunehmen und Ihren Willen zum Ausdruck zu bringen, da ich der Meinung bin, dass viele von Ihrem Wahlrecht hier noch keinen Gebrauch machen! Auch ist wichtig genau hinzusehen, wem ich meine Stimme gebe und wer im Nachhinein de Nutznießer aus dieser Stimme ist bzw. wen ich eigentlich indirekt gewählt habe.
Aber wie sagte schon Franz Beckenbauer: „Schaun mer mal …“
Frage: Letzte Frage: in diesem Jahr stehen auch Ortsratswahlen an, wie sehen dort die Regularien aus?
Stefan Erlewein: Nun, zum Ersten ist es wichtig, weiterhin einen Ortschaftsrat zu haben und wählen zu können. Hier gibt es im Umkreis Kommunen welche immer wieder die Ortschaftsrats-Tätigkeit in Frage stellen bzw. diesen abschaffen.
Hier in Dahenfeld haben wir mit dem Sitz des Ortsvorstehers acht Plätze zu vergeben. Seit dem Jahr 1999 gibt es zwei Listen mit je acht Kandidaten und somit einer interessanten Auswahl.
Acht Plätze ergeben acht Stimmen für jeden Wahlberechtigten, welche er an acht Personen verteilen kann. Jedem Kandidaten kann man maximal drei Stimmen geben.
Hier gilt Gleiches wie bei der Gemeinderatswahl: hingehen und wählen! Die Dahenfelder waren in der Vergangenheit bei der Wahlbeteiligung immer die Besten, vielleicht können wir das prozentuale Ergebnis noch toppen. Das wäre für die vergangene Arbeit der bisherigen Räte ein kleines Dankeschön.
Ich würde mich jedenfalls für das erneute Vertrauen und Ihre Stimme freuen!