Die Jugend im Vordergrund

von Markus Müller

Die 60er Jahre standen beim Sportclub im Zeichen der Jugend, welche, bedingt durch das breite Angebot, nunmehr verstärkt in den Verein drängte. Der Anstieg der Mitgliederzahlen zeigte dies deutlich. Das alljährliche Sommerfest wurde in dieser Zeit jeweils abwechselnd vom MGV und vom SC ausgerichtet. Das weiterhin gute Klima im Verein bezeugten die Vereinsausflüge, die jedes Jahr stattfanden und immer wenigstens 2 Tage umfassten. Nachdem im Juli 1962 Jugendtore angeschafft wurden, konnte die D - Jugend gegründet werden. Außerdem fand ein Wohltätigkeitsspiel der 1. Mannschaft gegen die „Alten Herren“ statt, dessen Erlös zugunsten des neu erstellten Kriegerdenkmals verwendet wurde. Gerhard Wolf, ein Mitglied der Neckarsulmer Kraftsportgruppe, brachte neue Impulse in den Verein und kümmerte sich vor allem um die Turnabteilung. Durch eine von ihm initiierte Alteisensammlung konnten neue Sportgeräte angeschafft werden. Am 1. Mai 1963 wurde für die Turnerjugend eine Schnitzeljagd veranstaltet, welche an der Blockhütte endete. Den Erwachsenen wurde Gelegenheit gegeben, bei Bier, Wein und einem guten Vesper, den 1. Mai-Tag zu genießen. Diese Schnitzeljagd war der Grundstock zu dem heute jedermann bekannten 1. Mai-Fest bei der Blockhütte.

1964 zählte der Verein schon 110 Mitglieder. Ab Januar 1965 gehörte zu jedem Jahresabschluß als Dankeschön für das große Engagement eine Winterfeier für die Jugend und für die Erwachsenen. Sportlich tat sich auch einiges. Der SC entwickelte sich immer mehr vom bloßen Fußballverein zu einem richtigen Sportclub. Eine weitere Sparte stellte im Frühjahr die neue Mädchen - Turnriege. Die D - Jugend der Fußballabteilung wurde für das zurückliegende Jahr als Staffelmeister geehrt und eine neuformierte C - Jugend nahm erstmals den Spielbetrieb auf. Neben den zusehends steigenden Investitionen für neue Sportgeräte der Turner lag den Verantwortlichen vor allem die Umgestaltung des Sportplatzes schwer im Magen. In Rede standen vor allem zwei denkbare Lösungen, einerseits die Vergrößerung des bestehenden Sportplatzes, andererseits ein Neubau an einem von mehreren ins Auge gefaßten Standorte in Dahenfeld. Wie ein roter Faden zog sich dieses Bedürfnis über Jahre hinweg, vom Verein zum Rathaus, ohne daß nennenswerte Ergebnisse erzielt werden konnten. Daneben stand es auch mit den mangelhaften Duschgelegenheiten in der „Neuen Schule“ oftmals so schlecht, daß sie die Sportler wiederholt selbst reparieren mußten.

1968 übergab Franz Heckmann sein vorbildlich geführtes Buch als Schriftführer nach über 13 Jahren an Hans Bauer. Ein Jahr später reichte Josef Schuhmacher nach 12 Jahren aktiven Wirkens im Verein die Verantwortung an Helmut Leitz weiter, welcher bei der nächst folgenden Generalversammlung einstimmig von den Vereinsmitgliedern in seinem Amte bestätigt wurde. Sportlicher Höhepunkt war 1969 das Erreichen des Bezirksendspiels durch die B-Jugend. Leider mußte man sich im Finale gegen die Union Böckingen mit dem Titel des Bezirksvizemeisters zufrieden geben, was jedoch für unsere Jugend ein stolzer Erfolg war. Endlich nahm das leidige Thema der Sportplatzgestaltung konkretere Formen an. Die Gemeinde Dahenfeld konnte durch weiteren Erwerb von Grundstücken ein zusammenhängendes Areal von 124 ar erreichen, was für einen Sportplatz ausreichte. Eine Neckarsulmer Firma lieferte fehlendes Erdmaterial, um den Sportplatz auf ein vernünftiges Niveau zu heben. Auch die problematische Verdohlung der beiden Bäche konnte zufriedenstellend gelöst werden.