Ein buntes Programm hatten die Verantwortlichen des SC Dahenfeld für die Winterfeier zusammengestellt. Und die wissen das zu schätzen, denn die Hüttberghalle war fast komplett gefüllt.

Bei seinem Jahresrückblick beschränkt sich der erste Vorsitzende Stefan Erlewein nicht auf die sportlichen Belange. Ein kürzlicher Todesfall in der Umgebung des Vereins war die Ursache für einen Appell an die Vereinsfamilie. Leonardo di Caprio verkündet als Jack Dawson im Film „Titanic“: „... weil jeder Tag zählt.“ Und solche gemeinsame Abende zusammen mit Freunden und Bekannten geben dem Einzelnen bei allen negativen Erlebnissen im Alltag Kraft und Mut für die Zukunft.
Und die ist auch beim SC Dahenfeld nicht durchgängig rosig. „Uns gehen teilweise die Kinder und Jugendlichen aus“, musste Erlewein feststellen. Vieles was der Verein an Mannschaften in der Vergangenheit alleine stemmen konnte, funktioniert nur noch in Spielgemeinschaften mit Oedheim oder Erlenbach. Immerhin erfreuen sich Tanz und Gymnastik nach wie vor eines guten Zuspruchs und die Zahl der Ehrenamtlichen, die als Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Schiedsrichter und Helfer geehrt wurden, ist bei der Größe des Vereins beachtlich. Mit viel Einsatz hatten Martina Heinrich sowie Birgit und Wolfgang Lohmann die Halle dekoriert.

Das tri!t auch auf die Programmvielfalt bei der Winterfeier zu. Mit lockeren Sprüchen kommentierte Lothar Mattes die Vorführungen der Turnabteilung. Die streiften bei ihrer Reise um die Welt viele Länder und stellten deren sportliche Aktivitäten auf die Bühne. Vom Polo bei „Königin Lisbeth“ bis zu den lebenden Pyramiden aus Ägypten, die Hip-Hopper aus der Bronx und den Bauchtanz-Damen aus dem Arabischen, die Stefan Erlewein so gut ge#elen, dass er sich (fast) freiwillig einreihte.
Dass die Dahenfelder nicht nur sportlich was drauf haben, zeigen sie regelmäßig durch musikalische Einlagen in der Sportfeier. Diesmal standen Frauke Wagner-Arnold, Lea Trage und Florian Schmitzer auf der Bühne und zeigten, wie intensiv ein dreistimmiger Chor eine Halle beeindrucken kann. Schon zum 31. Mal wurde in der Winterfeier des Sportclubs ein Theaterstück aufgeführt. „Hubertus und der Staatsbesuch“ sogar schon zum zweiten Mal. Neben den Stammschauspielern wie Martina Heinrich, die schon 30-mal auf der Bühne stand, Bernd Halter, dem man die Entstehung eines Gedankens und den langen Weg bis zur Sprachausgabe ansehen konnte, dem als beschränkter Ehemann auftretenden Martin Arpogaus waren bei den vergnüglichen Stück noch Thomas Bertsch, Frank Seitz, Nicole Arpogaus, Milena Heinrich und Tina Kühner mit dabei, letztere hatte ihre erfolgreiche Premiere. Und Regisseur Meinrad Heinrich war sogar erfolgreich bei der Aufstockung seines Ensembles. Für die tragende Rolle eines zupackenden, ruhigen Mitbürgers mit technischem Verständnis rief er Ex-Bauhofchef Martin Schmitzer auf die Bühne und der trug seine Straßenlaterne inhaltlich perfekt. Mit großem Applaus wurden die Mitspieler verabschiedet und alle Zuschauer wissen jetzt, warum Angela Merkel auch in Zukunft einen großen Bogen um Dahenfeld macht.

Applaus bekamen auch die treuen Mitglieder, die mit einer Ehrennadel und einem Präsent für langjährige Treue zum Verein von Stefan Erlewein und Arnold Heinrich geehrt wurden.
25 Jahre SC-Mitglied sind: Isabell Arnold, Martin Arpogaus, Timo Bretzel, Katharina Dulz, Helmut Harst, Rolf Kaltenbach, Timo Kühner, Markus Kurz, Michael Link, Gudrun Zartmann, Sabrina Zartmann.
40 Jahre: Jürgen Albrecht, Nicole Arpogaus, Thomas Bauer, Gilbert Heinrich, Gunter Heinrich, Karl-Heinz Mader, Thomas Maurer, Sandra Schumacher, Cornelia Schweizer.
50 Jahre: Roland Lohmann
60 Jahre: Franz Bender, Manfred Allgaier, Reinhold Seitz, Wolfgang Müller.