Am gestrigen Sonntag stand für den SC Dahenfeld das 13.und somit letzte Hinrundenspiel der Saison 2017/2018 an. Gegner auf dem Kunstrasenplatz war der TSV Heinsheim, der als Tabellenfünfter eine gute Saison hinlegt und unter der Woche bei der Niederlage gegen Biberach bereits ein Punktspiel absolvierte, wohin es für den SCD das erste Punktspiel nach der Winterpause war, da die Pokalpartie gegen Bad Wimpfen die Woche zuvor dem Schnee zum Opfer fiel (Nachholtermin: 08.03.2018!). Verzichten mussten die Coaches Wöhr/Seitz auf Torwart Patrick Roth, mit Markus Christ stand aber ein ebenso zuverlässiger Schlussmann zwischen den Pfosten. Zudem fehlte Kapitän Marco Roth verletzungsbedingt, für den Marco Lang die Binde übernahm.

Bei strahlendem Sonnenschein und eisigen Temperaturen übernahmen die Hausherren von Beginn an die Initiative und zeigten sich sehr ballsicher und spielfreudig, was dann auch zur ersten großen Torchance führte, als Timo Dittmann schön freigespielt wurde, aber aus fünf Metern mit einem schwachen Abschluss am Keeper der Gäste scheiterte. Das hätte bereits die Führung sein müssen. 
Dahenfeld hatte weiter mehr vom Spiel, die Gäste standen jedoch kompakt und ließen keine weitere Großchance zu, für Gefahr sorgte lediglich ein Fernschuss, der aber nur an der Oberkante der Latte landete.
In der 23. Minute wurden die Gastgeber dann im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt: nach einem Pass in die Spitze kam der Stürmer einen Tick vor Christ an den Ball, ging am Keeper vorbei und schob aus wenigen Metern in das verwaiste Tor ein – 0:1 für Heinsheim, und keiner wusste so wirklich, warum.
Am Spielgeschehen änderte sich dementsprechend wenig, Dahenfeld spielte weiter nach vorne, während Heinsheim sein Glück mit langen Bällen versuchte, und das beinahe zum zweiten Mal mit Erfolg: mit einer geschickten Finte ließ ein Stürmer nach einem dieser langen Bälle einen Dahenfelder Verteidiger ins Leere rutschen und stand frei vor dem Tor, Marcel Esslinger konnte mit grandiosem Einsatz in letzter Sekunde blocken. 
In der 44. Minute zog Spielertrainer Wöhr von halblinks ab, sein Flachschuss fand aber nicht den Weg ins Ziel, sondern ging einen knappen Meter rechts am Pfosten vorbei.
Als sich bereits alle auf einen Halbzeit-Glühwein im Sportheim einstellten, fiel dann doch noch der Ausgleich: Dennis Leitz brachte eine Flanke von der rechten Seite hoch in den Strafraum, der Heinsheimer Torhüter hatte den Ball eigentlich schon abgefangen, er fiel ihm jedoch aus den Händen und vor den Fuß von Lukas Baum, der das Leder gedankenschnell über die Linie bugsierte. 1:1 zur Halbzeit. Aufgrund der kompakten Spielweise der Gäste nicht unverdient, der SCD zeigte in den ersten 45 Minuten aber eindeutig zu wenig.
Die Ansprache von Coach Seitz muss etwas deutlicher gewesen sein, denn der SC kam mit viel Dampf aus der Kabine und entschied das Spiel schon in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte für sich:
Timo Dittmann zog aus 16 Metern einfach mal ab und der Ball landete, etwas abgefälscht, im rechten Winkel.
Zwei Minuten später schraubte ebenfalls Dittmann das Ergebnis auf 3:1 herauf, als er einen völlig berechtigten Foulelfmeter nach einem schönen Spielzug humorlos vom Torwart aus links oben im Tor versenkte.
Heinsheim gab sich aber nicht auf und kam zu einer großen Chance auf den Anschlusstreffer, wieder konnte aber Esslinger in höchster Not auf der Linie für den bereits umspielten Christ klären – eine wichtige Rettungstat des Abwehrroutiniers!
Auch die nächste Chance verbuchten die Heinsheimer, die aber wieder kein Kapital aus der mangelhaften Defensivarbeit der Hausherren schlagen konnten, eine Schusschance aus knapp 14 Metern wurde kläglich vergeben und hoppelte einige Meter neben das Tor. Glück für Dahenfeld, zu diesem Zeitpunkt hätte man sich über einen Treffer der Heinsheimer nicht beschweren dürfen. Es sollte jedoch die letzte nennenswerte Offensivaktion der Gäste gewesen sein.
In der 74. Minute hatte Dennis Leitz das 4:1 auf dem Fuß, sein Schuss auf wenigen Metern konnte aber Esslinger-Like im letzten Moment geblockt werden.
Das 4:1 sollte aber in der 83. Minute doch noch fallen, und zudem war es noch eine absolute Seltenheit, wenn nicht gar Premiere:
Dennis Zürn(!) erzielte ein Tor von außerhalb(!!!) des Strafraums!!!!! Manch einer zweifelte an seiner Sehkraft oder befürchtete, ein Bier zu viel getrunken zu haben und fragte seinen Nebenmann, ob das gerade wirklich passiert sei. Und zudem war das Tor auch noch ein sehr schönes: von halblinks zog Zürn ab und der Ball landete neben dem Pfosten im langen Eck, der Gästetorwart versuchte erst gar nicht, den Ball noch zu erreichen.
Die letzte Chance des Spiels hatte der eingewechselte Gerrit Weiß, sein Freistoß aus 17 Metern landete aber am Aluminium.
Am Ende stand ein verdienter, aber wenig überzeugender Erfolg der Heimelf mit deutlich Luft nach oben.

Am Sonntag geht es wieder zuhause gegen den TSV Herbolzheim, mit dem man schon in der Hinrunde einige Probleme hatte. Hier bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung, will man nach der herausragenden Hinrunde mit 39 von 39 möglichen Punkten auch erfolgreich in die Rückrunde starten.