Auch der Tabellendritte aus Bad Wimpfen kann den beeindruckenden Lauf der Dahenfelder nicht stoppen. Nach 90 Minuten stand ein verdienter, aber auch hart erarbeiteter 4:2-Erfolg für die Hausherren. Die Kurstädter zeigten die beste Leistung einer Gästemannschaft an der Dahenfelder Prügelwiese in dieser Saison.

Zu dieser Begegnung wurde erstmals die neue, Hypermegahightech-Anlage samt neuem, Hypermegahightech-Stadionsprecher T. Bretzel (oder nennen wir ihn aus Datenschutzgründen doch besser Timo B.) in Betrieb genommen. Wir versuchen das Ganze im Laufe der Saison noch zu optimieren, für den ersten Versuch war es aber völlig in Ordnung. Musikwünsche können bei unserem Resident-DJ „TiFi“ abgegeben werden.

Bad Wimpfen begann bei typisch nass-kaltem Herbstwetter sehr mutig und hatte bereits in der dritten Minute eine riesen Gelegenheit in Führung zu gehen, als ein Angreifer toll freigespielt wurde und halbrechts vor SC-Torhüter Patrick Roth zum Abschluss kam. Roth verkürzte jedoch hervorragend den Winkel und konnte parieren.
Die Hausherren zeigten sich beeindruckt von den sehr agilen und kompakt stehenden Gästen, die die Räume schon früh eng machten und konnten so ihr gewohntes Kombinationsspiel nicht richtig aufziehen. 
Trotzdem kam der SCD in der 11. Minute zum Führungstreffer. Der aufgerückte (wobei, eigentlich ja Standard für unseren Außen“verteidiger“) Marco Roth schlug einen herrlichen Flankenball in den Strafraum, wo Sandro Scirpoli, auch dank Mithilfe des zögernden SG-Keepers, per Kopf den umjubelten Führungstreffer markieren konnte.
Dieser Treffer zeigte bei den SG-Akteuren jedoch keine Wirkung, weiterhin versuchten sie mutig nach vorne zu spielen, ohne die Defensive zu vernachlässigen, auch wenn sich das nicht in weiteren Torchancen widerspiegelte.
Ab der 20. Minute hatte der SC das Spiel dann etwas besser im Griff und konnte sich auch mal länger in der Hälfte der Wimpfener festsetzen, mehr als ein ungefährlicher Versuch per Freistoß von Timo Dittmann sprang aber nicht heraus (27. Minute).
In der 33. Minute entschied der Schiedsrichten dann nach Foulspiel von M. Roth auf Elfmeter für Bad Wimpfen. Kategorie: Kann man geben, muss man aber nicht. Der SG-Schütze Scheer(te) sich nicht um berechtigt oder nicht, verlud Patrick Roth und verwandelte sicher. Kein unverdienter Ausgleich, wenn man die bisherigen Spielanteile betrachtete.
Zum Ende der ersten Halbzeit veranstalteten beide Teams dann ein kleines Ecken-Festival, an dem Konstantin Rausch vom glorreichen 1. Fußballclub Köln seine wahre Freude gehabt hätte. Kein einziger Ball kam auch nur annähernd gefährlich in den Strafraum. 
Zudem trug der Schiedsrichter mit einigen rätselhaften Entscheidungen und einer gewöhnungsbedürftigen Auslegung betreffend „Schiedsrichter-Ball“ abwechselnd zu Belustigung und Empörung bei.
Als alles schon mit dem Halbzeitpfiff rechnete, begab sich Marco Roth (siehe oben) in den Gästestrafraum, fiel im Zweikampf (etwas zu theatralisch) am Strafraumeck und der Schiedsrichter entschied erneut auf Elfmeter. Kann man geben, etc.. 
Lukas Baum schnappte sich die Kugel und versenkte humorlos links unten im Eck zur 2:1-Führung für die Heimelf – auch hier sprang der Torwart in die andere Ecke. Das war zugleich die letzte Aktion in den ersten 45 Minuten.
Der Zweite Durchgang startete dann so, wie der erste aufgehört hatte – mit einem Tor für den SC!
Timo Dittmann setzte sich auf rechts außen gewohnt stark durch, passte den Ball stramm in den Strafraum zum völlig frei stehenden Scirpoli, der den Ball auf den ebenfalls sträflich alleingelassenen Matthias Wöhr prallen ließ. Wöhr ging auf Nummer sicher und erzielte aus 5 Metern mit der Picke das 3:1 (48.). Die Abwehr der Gäste war mit den Köpfen wohl noch in der warmen Kabine.
Dieser Doppelschlag hinterließ bei Bad Wimpfen dann einen bleibenden Eindruck. Fortan kontrollierte der SC das Geschehen deutlich, ohne jedoch selbst absolute Glanzpunkte zu setzen. Top-Torjäger Dennis Zürn hatte seine beste Gelegenheit in der 56. Minute, der Abschluss nach einem schönen Spielzug war aber kein Problem für den Torwart.
Ein paar Schiedsrichter-Bälle später dann die endgültige Entscheidung:
In der 68. Minute wurde ein Dahenfelder Akteur (wohl unnötig zu erwähnen, welcher) rechts im Strafraum gefoult. Diesmal glasklar, das Geräusch der Sense konnte man wohl über den ganzen Sportplatz hören. Wieder trat Lukas Baum an, wieder humorlos, wieder links unten, wieder den Keeper verladen – 4:1!
Das Spiel war entschieden, Wimpfen steckte aber nicht auf und es kam noch zu weitere Chancen auf beiden Seiten: In der 72. Minute kamen die Kurstädter gefährlich vor das Tor, der Schuss aus 16 Metern war aber kein Problem für Patrick Roth.
Die Gäste konnten einen wunderschönen Angriff der Heimelf (74.) in letzter Sekunde unterbinden, auf der anderen Seite stoppte Marcel Esslinger einen gegnerischen Angreifer stark (76.).
SC-Torwart Roth musste dann in der 86. Minute nochmals sein ganzes Können aufbieten, als er im eins gegen eins erneut Sieger blieb und 3 Meter vor dem Tor zur Ecke abwehren konnte. 
Den Schlusspunkt in einer zumindest in der zweiten Halbzeit unterhaltsamen, aber nicht hochklassigen Partie setzte die SG in der 90. Minute: ein schöner Schlenzer von Tim Bergander landete über Roth hinweg unter der Latte zum 4:2. 
Ein verdienter Sieg gegen starke Gäste, die sicherlich noch eine gute Rolle in der Runde spielen werden.
Der SCD überwintert somit als Herbstmeister!

Wir bedanken uns bei der SG Bad Wimpfen II für die faire Partie und wünschen einen erfolgreichen weiteren Saisonverlauf.

Nächste Woche hat der SCD spielfrei.
Am 19.11.17 findet das letzte Spiel im Kalenderjahr 2017 bei der SG Krumme Ebene am Neckar II in Gundelsheim statt.