Am Samstag, 12. Oktober 2019, war es soweit: die IronMan Weltmeisterschaft 2019 fand statt.
Im Zuge dessen veranstaltete die neu gegründete Radsport-Abteilung ein Public Viewing in der Hüttberghalle zusammen mit Programm und Übernachtung für die Kinder, die am Radtraining teilnehmen.

Der befreundete Radsponsor Alpecin ließ es sich nicht nehmen, die Kinder für den Abend noch optisch passend mit neuen Radtrikots auszustatten.
Kombiniert mit Getränken, Pizza und jeder Menge Knabberzeug, war dies eine perfekte Ausgangslage für einen schönen Abend.

Insgesamt waren über 50 Besucher vor Ort und schauten sich das Spektakel aus 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und einem Marathonlauf über 42,195 km an. Der Startschuss war pünktlich 18:30 Uhr Ortszeit Dahenfeld und das Rennen endete gegen 03:30 Uhr am Sonntag morgen. Die anfängliche Irritation mancher Kinder, warum es "dort noch hell sei", löste sich nach einem Blick auf die in der Halle bereitgestellte Weltkarte.

Oben: Sportbegeisterte Besucher aus Dahenfeld waren rechtzeitig zum Startschuss vor Ort und fachsimpelten über das Rennen und die Favoriten bei einem kühlen Getränk. Es stellte sich heraus, dass der Favorit der Anwesenden auch anschließend zum Weltmeister gekürt werden sollte. Einige Triathleten, darunter der Vorstand des MGV, Florian Kremer, waren anwesend.

Unten: Begeisterte Kids testen die extra für die Veranstaltung bereitgestellten Smart-Trainer mit interaktiver Radsport-Software auf Herz und Nieren. Sie testen, wie viel Watt Sie auf die Pedale bekommen. Der Vergleich mit den Werten der Profis auf der Leinwand zeigt deutlich, was die großen Vorbilder in Hawaii gerade leisten.


Die Kinder waren vom Wettbewerb und den Möglichkeiten so begeistert, dass die fünf Smart-Trainer bis spät in die Nacht besetzt waren. Zeitweise standen die 19 kleinen Teilnehmer Schlange, um ihre Kilometer in der virtuellen Welt abzuspulen. Währenddessen wurde der Wettbewerb der Profis auf der 8m großen Leinwand gezeigt.

Um den Livestream als auch die Smart-Trainer betreiben zu können, war es notwendig, in der Halle Internet in einer genügend hohen Bandbreite anzubieten. Die Hüttberghalle bietet weder TV- noch einen Internetanschluss. Mit Rauchzeichen und Klingeldraht (Telefon) kam man bisher gut zurecht. Kurzerhand hat das Orgateam dann 100m Netzwerkkabel vom MGV Dahenfeld direkt von Stefan Beils Haus in die Hüttberghalle gelegt und damit ein WLAN eingerichtet. Alte Fussballkollegen vom SC Dahenfeld wissen sich eben auch 30 Jahre später noch auszuhelfen. #DaumenHoch

Eine Stärkung zur rechten Zeit durfte nicht fehlen, es sollte ja ein langer Abend werden. Und so gab es kurz nach dem Start große Partypizzen für alle Teilnehmer.

Zur Unterhaltung gab es neben einer Bastelecke ein Quizz zum Thema IronMan und gegen 21 Uhr wurden von und für die Kinder Cocktails gemixt: schließlich galt es, etwas Hawaii Feeling aufkommen zu lassen.

Die Pizzen waren binnen weniger Minuten verschwunden. Die Kinder halfen beim Auf- und Abbau als auch beim Reinigen der Halle vorbildlich mit. Dafür gab es vom Betreuerteam viel Lob.

Auch die erwachsenen Besucher und allen voran der Vorstand der SC Dahenfeld, Stefan Erlewein, gaben sich keine Blöse und testeten, wie es sich anfühlt, wenn man 340 Watt konstant auf dem Rad hält, um ungefähr mit den Profis mitzuhalten. Die Frage, ob er dieser Belastung für über 4h am Stück gewappnet sei, beantwortete dieser mit "vermutlich nicht", schränkte dazu aber ein, dass er davor sicher nicht Schwimmen und danach auch keinen Marathon mehr laufen wolle.

Tradition verpflichtet: es ist in Dahenfeld Usus, dass beim Erreichen der Wendestelle(n) der Fahrer und Läufer(innen) ein Caipirinha getrunken wird. Diese bereits 365 Tage alte Tradition macht auch dann keinen Halt, wenn man seit 90 Minuten literweise Schweiß auf der Rolle produziert. Wie man sieht, war die Verpflegung in der Hüttberghalle mindestens genauso hochklassig wie in Hawaii direkt. #InDerLuftBetanken

Hier ist die Radgruppe inkl. dem Trainerteam vor der Übernachtung in der Hüttberghalle. Gegen Mitternacht legten sich die letzten Kinder ins Bettenlager in der Halle. Die Erwachsenen schauten den IronMan bis zu Ende.
Wir möchten uns hierbei nochmals bei allen Helfern bedanken, die beim Aufbau, Einkauf, Technik, etc. halfen. Ohne Euch wäre - wie immer - nichts dergleichen möglich gewesen.